Mit Friendship Force Hamburg auf Down-Under-Mission!
Teil 1+2 von Eveline Depping
Meine allererste Reise als FFHH-Neuling war direkt ein ganz besonderes Highlight: Ein Gegenbesuch bei FF-Newcastle, der eigentlich schon vor sechs Jahren hätte stattfinden sollen. Gut Ding will eben Weile haben!
Schon die Vorbereitung war ein echter Krimi. Wegen der angespannten Lage im Mittleren Osten wackelte der ganze Trip zeitweise gewaltig. Flüge checken, Alternativen jonglieren, Pläne umschmeißen – das volle Programm. Doch unser Ambassador Coordinator Wolfgang blieb die Ruhe selbst. Mit der Gelassenheit eines Zen-Meisters, gefühlt tausend Telefonaten, Videokonferenzen und Umbuchungen hat er das Schiff wieder auf Kurs gebracht. Chapeau, Wolfgang!
Auf nach Sydney!
Am Ende hieß es: Start frei! Acht Ambassadors von uns und zwei Mitstreiter aus Lübeck machten sich auf den Weg nach Frankfurt. Nach einem Zwischenstopp ging es über Hongkong weiter nach Sydney. Das bedeutete: rund 20 Stunden über den Wolken, jede Menge Filme und die ewige Erkenntnis, dass Schlafen im Flugzeug eine ganz eigene Kunstform ist (die nicht jeder beherrscht).
In Sydney wurden wir von feinstem Sonnenwetter und einem Hotel in Top-Lage begrüßt. Als dort noch zwei Ambassadors aus Varel zu uns stießen, war unsere Truppe – das „Dutzend der guten Laune“ – komplett. Das Vorprogramm konnte steigen! Jeder machte genau das, worauf er Lust hatte: Opernhaus, Hafen, Botanischer Garten, Museen, Märkte oder die absolut sehenswerte Banksy-Ausstellung.
Abends kamen alle wieder zusammen, um bei gutem Essen die Erlebnisse des Tages zu teilen. Dabei stießen wir allerdings auf die erste australische Hürde: Getrennt zahlen? No way! Fast überall gab es nur eine Gesamtrechnung. Zum Glück hatten wir Eugen. Er opferte sich, spielte den Club-Kassierer und bewies dabei eine Engelsgeduld beim Rechnen.
Auch unser Hotel sorgte für Lacher: Alkoholverbot im Aufzug, aber auf den Zimmern war es erlaubt. Da die Hotelbar gefühlt ständig zu hatte, wurden wir eben kreativ und verlagerten die Happy Hour kurzerhand um.
Herzliches Willkommen in Newcastle
Am 22. April reisten wir weiter nach Newcastle. Präsidentin Glenda Masterson und ihr Clubkomitee nahmen uns super herzlich in Empfang. Nach dem offiziellen Fototermin ging es direkt ans Kennenlernen der Gastgeber. Bei Suppe, Snacks und dem einen oder anderen Kaltgetränk wurden ruckzuck neue Kontakte geknüpft und alte Freundschaften reaktiviert.
Das Programm vor Ort :
- Eine Rundfahrt um den Lake Macquarie (der größte Küstensee Australiens!) und durch Newcastle.
- Ein Ausflug in den Reptilienpark – inklusive Koalas (und Sicherheitsabstand zu Schlangen und Krokodilen).
- Ein bisschen Kultur in der Kunstgalerie.
- Eine Zeitreise im historischen Örtchen Morpeth.
Ein absoluter Knaller war der gemeinsame Quizabend. Wissen, Teamgeist und jede Menge Humor auf beiden Seiten – die Stimmung war grandios. Wer am Ende eigentlich gewonnen hat? Nun ja, da gehen die Erinnerungen bis heute dezent auseinander…
Abschied mit Gänsehaut
Wie immer verging die Zeit viel zu schnell. Beim Abschieds-Lunch im Club Macquarie wurde uns allen noch einmal klar, was Friendship Force eigentlich bedeutet: Es geht darum, Menschen und Kulturen zu verbinden und echte Freundschaften zu leben. Dieser Gegenbesuch hat uns noch enger zusammengeschweißt. Ein riesiges Dankeschön gilt unseren Gastgebern, die unheimlich viel Zeit in uns gesteckt, uns jeden Tag rührend begleitet und uns abends so privat und herzlich aufgenommen haben.
Fazit des ersten Teils: Meine FFHH-Premiere hat definitiv Lust auf mehr gemacht! Und so packten wir voller Vorfreude wieder die Koffer für Teil 3 der Reise: Über Brisbane ab an die Sunshine Coast!
Teil 3+4 von Barbara Kanngießer
Also auf, auf nach dem Aufenthalt bei unseren wunderbaren Gastgebern in Newcastle!
Wir fliegen mal eben die 800 km nach Brisbane. Mit Glück und Können gelangen wir in unser zentral gelegenes Hotel. Gelegenheit also, die Stadt zu erkunden zu Fuß. Das Zentrum mit seinen Malls, der Fluss mit den City Cats (Fähren) und den malerischen Brücken, von denen einige reine Fußgängerbrücken sind, ist einfach wunderbar zum Schlendern.
Leider ist das Wetter sehr wechselhaft, Sonne und Regenschauer wechseln sich ab.
Es ist eben Herbst!
Eine Wanderung zum Mt. Coot-tha führt uns mehr als eine Stunde auf einsamen Pfad nach oben zur Aussicht auf die Skyline Brisbanes, – oder auch nicht. 😟 Es regnet in Strömen und wir sehen NICHTS! Schade, aber ein Erlebnis war es schon mit Wegfindung, einer botanischen Führung im botanischen Garten, weißen Kakadus am Wegrand.
Die anderen machen eine Flussfahrt und besuchen die Koalaaufzuchtstation. Sie sind sehr angetan.
Aufbruch zu unseren Gastgebern der Sunshine Coast.
Die herzliche Begrüßung dort mit Picknick und allerlei Geschenken beschämt uns fast.
Die nächsten Tage besichtigen wir u. a. einen privaten Park, der spezialisiert ist auf die endemisch vorkommenden Pflanzen, diese züchtet und sich Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt hat. Es ist eine wohlhabende und aufgeräumte Welt mit Parks und Picknickplätzen allenthalben. Überall stehen öffentliche Grills und Sitzgruppen zur Verfügung, sauber und gepflegt. Man lebt draußen, macht Barbecues, Strandspiele, surft, joggt oder freut sich des Lebens bei 300 Sonnentagen im Jahr.
Bevölkert ist diese Welt von freundlichen, hilfsbereiten und engagierten Menschen. Wir verleben tolle Tage in großzügigen Häusern, backen Kekse, werden künstlerisch kreativ oder sportlich beim Kayak paddeln je nach Vorliebe.
Der Abschied nach einer Woche ist nicht leicht, wir werden sie in bester Erinnerung behalten.
